Ein Traum von Blau

Wie immer bleibt die Nacht dunkel. Ich hätte nur einen Schatten gebraucht, einen verborgenen Lichtkegel, der die Richtung weist. Nichts dergleichen. Ich habe versucht, mir die Etage zu merken, die feinen Schwankungen, die der Fahrstuhl beim Passieren der einzelnen Türen machen musste. Vielleicht waren es zu viele. Stille kriecht langsam in meine Ohren. Ich versuche sie fernzuhalten, ein Schmatzen ab und an. Nichts zerreißt hier mehr die Nacht. Ich bin umschlungen, schläfrig, vergessen.

Und dann träume ich von einem tiefen Blau, von tanzenden Formen. Jede Bewegung drückt Schwaden von säuerlichem Schweiß vor sich her. Ich inhaliere. Ich atme tief. Ich spüre deine Nähe, die Bewegung der Lippen. Du fällst! Ja, in meine Arme. Deine Stirn bleibt bedeckt von Perlen, wie eine Krone der Arbeit.