Frieden?

Du hast nun wirklich von der Kulturpraxis gehört, dieser sich häufig an öffentlichen Verkehrsknotenpunkten abspielenden Handlung des Hebens des rechten Arms unter schallendem Gelächter? Zumeist werden in diesem Zusammenhang parolenartige Wortfetzen reproduziert. Wortfetzen, die eine Abneigung gegen explizite Teile der Gesellschaft zum Ausdruck bringen sollen. Parolenartige Wortfetzen, die aufgrund ihrer Brisanz gewählt werden und verletzen…

Weiterlesen

Der Künstler ist dabei, sein Werk zu verkaufen

Ich habe gesehen, wie sich Augen mit Tränen füllen ich habe gesehen, wie Papierscheine immer und immer wieder gezählt werden Der Künstler ist dabei, sein Werk zu verkaufen der Händler feilscht der Händler drückt den Preis und nichtden Künstler Der Künstler rechnet, als wäre die Kunst zu rechnen seine eigentliche Kunst und so sehe ich,…

Weiterlesen

Die alte Stadt

Ich fahre durch Straßen, die eher Schluchten gleichen. Häuser aus Bergen gerissen, ohne Fenster, ohne Luft. Das ewige Draußen, es bleibt ein Gleichnis. Drinnen leben Stimmen. Sie reden, gegen Wände. Dummheit schlägt mir ins Gesicht. Als würden Wände reden. Nur eine Öffnung. Sie brauchen Luft! Draußen brennen die Straßen. Menschen singen in schwarzer Kluft. Ich…

Weiterlesen

Scheidungspapiere

Ich bin gelassen, viel zu unaufgeregt stehe ich vor deiner Tür. Mein Finger liegt lang auf deinem Namen. Was soll ich sagen? Wie soll ich erklären, dass ich nur noch an die Liebe glaube, wenn du nicht da bist? Du hast die Türklingel abgestellt. Dein Versuch die Welt draußen zu lassen. Aber ich gehöre zu…

Weiterlesen

Auf der Suche nach Worten

Ich bin auf der Suche nach Worten | ich kann sie im Augenwinkel spüren | wie sie fliehen | fliehen vor meinen Blicken | fliehen vor meinem Rücken | wir drehen uns im Kreis | wir drehen uns im Flug | wir fliehen vor der Unendlichkeit | unendlich lange schon | will ich Buchstaben aneinanderreihen…

Weiterlesen

Jedes Mal

Würde dich ein jedes Mal, dass ich das Internet nach Dir bemühe, nur eine Welle, die durch die Welten rollt, gemächlich, wie das leichte Zucken der Wasseroberfläche, wenn von weitem ein großer Ozeandampfer mit tiefem Dröhnen sein kommen ankündigt und die Möwen in aller Seelenruhe auf der Wasseroberfläche federn, erst auf, dann ab und auf…

Weiterlesen

Als wenn wir uns noch nie gesehen

Weißt Du, Baby, nichts kommt umsonst. Ich fahre durch die kalte Stadt. Meine Augen halten mich wach. Ich seh dich hier und dort. Du bist an mir vorbeigezogen. Hab dich auf dem Platz gesehen. Und hier vor dem Schloss. Spür deine Haare im Vorübergehen. Sie sind kurz, ich finds gut. Der Blick trübt die Sinne.…

Weiterlesen

Der März ist zum Marschieren da

Es ist noch morgens Du bürstest dein kurzes Haar Du bürstest die gebleckten Zähne Du bürstest deine blanken Stiefel Du bürstest die Kampfansage Es ist erst mittags Deine Fäuste sind geballt Dein Herz gespannt Deine Stimme verhallt Ungekannt Es ist fast vorbei Deine Fäuste am Boden Die Lunge zerreisst Alle fliehen Der Platz verwaist Auf…

Weiterlesen

Ein Vermissen geht durch mich

Ein Vermissen geht durch/ all die Adern und Venen/die noch vor Tagen pulsierten/ schlugen und krachten/ bei jedem Wort/ dass durch den Äther kam/ jetzt bleiben meine Gedanken/ ungehört/ verhallen irgendwo/ zwischen Dir und Mir/ ist ein karger Winter eingekehrt/ und herrscht mit eiserner Faust/ die in meinen Magen dring/ die Gedanken verschlingt/ an dich…

Weiterlesen