Auf freiliegender Haut

Ich habe die Frage der freiliegenden Haut insgeheim betrachtet. Perlen auf reinem blau. Ich dachte an zarte weiße Streifen, an Orte, die die Sonne nicht berührt. Jenseits von jedem, hinter den Tagen. Wenn sich alles um dich herum abzukühlen gedenkt, wenn deine Haut nach Sonnenhaut riecht. Die Laken werden dünner, wie die Nächte auf dem…

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Calau

In Calau liegt ein Hund begraben, seine Knochen wachsen aus dem Staub in Calau soll man Trauer tragen wie überall in diesen Landen auch. In Calau wurden einst die Leichen voller Würde aus dem Haus getragen in Calau liefen die Armen wie die Reichen in düstren Zügen hinterm Totenwagen. Golden rollten seine Räder die Toten…

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Mutterhaut

Ich bin aus einer Haut geboren, habe mich geschält, ich bin aus deiner Haut geboren, Mutter. Nackt stand ich da, habe mich geschämt. Meine nebelgrauen Augen waren stumm, stumm noch für ein paar Tage. Nackt, schambefleckt, beäugt im ersten Licht, den Tränen nah. Ich bin ich in diese Zeit geboren. Sie haben mich gezählt, Mutter,…

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Die Wanderung der Sonne

es gibt Tage, da denke ich an diesen einen Morgen zurück. ja, ich hätte aufstehen können die Anzeichen, dass es Zeit war drängten sich förmlich auf ein weiß-gelber Feuerball am Horizont überschwemmte den Tag mit Licht das sich überschlagende Klirren zweier Glocken, die mich zwingen sollten, ein Bein vor das nächste zu setzen. meine Hand…

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Überland

Wir fahren ins Überland zwischen See und Stadt die Straße folgt dem Rand den jeder Menschen vergessen hat Zwischen dir und mir ist es kühl geworden wie die See um Mitternacht vor den wütenden Horden bleibt alles jetzt geheim In den Orten die wir streifen hast du noch immer gelacht wo wir aber landen an…

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Der Künstler ist dabei, sein Werk zu verkaufen

Ich habe gesehen, wie sich Augen mit Tränen füllen ich habe gesehen, wie Papierscheine immer und immer wieder gezählt werden Der Künstler ist dabei, sein Werk zu verkaufen der Händler feilscht der Händler drückt den Preis und nichtden Künstler Der Künstler rechnet, als wäre die Kunst zu rechnen seine eigentliche Kunst und so sehe ich,…

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Die alte Stadt

Ich fahre durch Straßen, die eher Schluchten gleichen. Häuser aus Bergen gerissen, ohne Fenster, ohne Luft. Das ewige Draußen, es bleibt ein Gleichnis. Drinnen leben Stimmen. Sie reden, gegen Wände. Dummheit schlägt mir ins Gesicht. Als würden Wände reden. Nur eine Öffnung. Sie brauchen Luft! Draußen brennen die Straßen. Menschen singen in schwarzer Kluft. Ich…

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